
Richard Burtons Leben hätte Stoff für einen Hollywood-Film gegeben – doch es endete ganz real an einem Augustmorgen in der Schweiz. Der walisische Schauspieler und Elizabeth Taylor führten eine der berühmtesten Liebesgeschichten des 20. Jahrhunderts, bis er 1984 einer Hirnblutung erlag, wie der öffentlich-rechtliche Sender WDR dokumentiert.
Geburtsdatum: 10. November 1925 ·
Sterbedatum: 5. August 1984 ·
Ehen mit Elizabeth Taylor: 2 (1964–1974, 1975–1976) ·
Kinder: 3 (davon 2 adoptiert) ·
Oscar-Nominierungen: 7 (kein Sieg)
Kurzüberblick
- Richard Burton starb an einer Hirnblutung (Wikipedia)
- Elizabeth Taylor nahm an seiner Beerdigung teil (Tagesspiegel)
- Burton war zweimal mit Elizabeth Taylor verheiratet (WDR) (Wikipedia)
- Er hatte drei Kinder (Wikipedia)
- Ob die genaue Menge seines Alkoholkonsums direkt zum Tod führte
- Ob Burton jemals eine Entziehungskur machte
- Exakte Höhe seines Vermögens zum Zeitpunkt des Todes
- 5. August 1984: Tod in Céligny, Schweiz (Wikipedia)
- Das Burton-Familiengrab in Wales bleibt leer – Taylors Wunsch nach einem gemeinsamen Grab wurde nie erfüllt (BRF)
Sieben Lebensstationen, ein roter Faden: Burtons Karriere war von Brüchen geprägt – zwischen Ruhm und Sucht.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Vollständiger Name | Richard Walter Jenkins Jr. |
| Beruf | Schauspieler |
| Sterbealter | 58 Jahre |
| Todesursache | Hirnblutung (intrazerebrale Blutung) |
| Ort des Todes | Céligny, Schweiz |
| Ehen | 3 (Sybil Williams, Elizabeth Taylor zweimal, Suzy Miller) |
| Adoptiertkinder | 2 (Maria und Jessica) |
Woran ist Richard Burton gestorben?
Medizinische Todesursache
- Offizielle Todesursache: intrazerebrale Blutung (Hirnblutung), bestätigt durch den WDR.
- Zusätzlich wurde eine Lungenembolie diagnostiziert (Wikipedia).
- Burton starb in seinem Haus in Céligny, Schweiz, am 5. August 1984.
Berichte über seinen Gesundheitszustand
- Bereits 1974 überlebte Burton laut BBC Wales nur knapp eine Alkoholvergiftung.
- In den Jahren vor seinem Tod litt er unter starken Kopfschmerzen und Schwindel, wie biografische Aufzeichnungen zeigen (BBC Wales).
„Sein Körper gab den Kampf gegen den Alkohol und die Jahre des Rauchens auf“ – so fasst der WDR die letzten Tage zusammen.
Die medizinischen Fakten sind klar, doch die Rolle des Alkohols als direkte Ursache bleibt umstritten.
Burton spielte den Alkoholiker in „Wer hat Angst vor Virginia Woolf? – und lebte die Rolle offenbar auch privat. Der Film brachte ihm eine Oscar-Nominierung, aber die Sucht kostete ihn fast das Leben.
Die Implikation: Burtons Tod ist keine isolierte Tragödie, sondern das Ende einer jahrzehntelangen Auseinandersetzung mit Alkohol – ein Muster, das viele Schauspieler seiner Generation betraf.
Wer war die große Liebe von Richard Burton?
Elizabeth Taylor als große Liebe
- Burton und Taylor lernten sich 1962 am Set von Cleopatra kennen (BBC Wales).
- Sie waren zweimal verheiratet: 1964–1974 und erneut für knapp ein Jahr (1975–1976).
- Gemeinsam drehten sie elf Filme, darunter Wer hat Angst vor Virginia Woolf? (1966).
Zitate Burtons über Taylor
- In einem Brief an Taylor schrieb Burton: „Du bist die einzige Frau, die mich je verstanden hat“ (zitiert im BBC Wales Blog).
- Der Biograf Melvyn Bragg zitierte Burton mit den Worten: „Elizabeth ist die Liebe meines Lebens, auch wenn wir uns nicht vertragen“ (BBC Wales).
Trotz der Trennung 1976 blieb die emotionale Bindung bestehen. Taylors Entscheidung, später in einem schlichten Familiengrab beigesetzt zu werden – statt neben Burton – zeigt, wie kompliziert diese Liebe war.
Der Trade-off: Burtons Ruhm als einer der größten Schauspieler seiner Zeit ist untrennbar mit der Taylor-Beziehung verbunden. Ohne sie wäre er vermutlich ein hochgeschätzter Bühnendarsteller geblieben, aber nie zum globalen Superstar geworden.
War Richard Burton ein starker Trinker?
Alkoholkonsum in jungen Jahren
- Bereits als Jugendlicher in Wales trank Burton regelmäßig Bier und Whisky (BBC Wales).
- Sein erstes Engagement am Theater begleitete er mit exzessivem Alkoholkonsum.
Alkohol am Filmset
- Bei den Dreharbeiten zu The Klansman (1974) war Burton laut BBC Wales so betrunken, dass Szenen im Sitzen oder Liegen gedreht werden mussten.
- Sein Co-Star Lee Marvin soll gesagt haben: „Er hat mehr getrunken als ich – und das will was heißen.“
Folgen für seine Gesundheit
- Der BBC Wales Blog berichtet, dass Burton 1974 beinahe an den Folgen von hochprozentigem Alkohol gestorben wäre.
- In Interviews gab er selbst zu, täglich eine Flasche Wodka zu trinken.
„Burton trank nicht, um zu feiern – er trank, um zu funktionieren“, schrieb der Biograf Melvyn Bragg in seiner 1988 erschienenen Biografie (BBC Wales).
Der Alkoholismus kostete ihn nicht nur die Gesundheit, sondern auch Rollen und Vertrauen – ohne diese Abhängigkeit hätte seine Karriere noch mehr Höhepunkte erlebt.
Hat Elizabeth Taylor an Richard Burtons Beerdigung teilgenommen?
Ablauf der Beerdigung
- Richard Burton wurde am 8. August 1984 auf dem Alten Friedhof von Céligny beigesetzt (Wikipedia).
- Die Trauerfeier war klein und fand im engsten Familienkreis statt.
Taylors Rolle
- Elizabeth Taylor reiste extra aus den USA an und nahm an der Beerdigung teil (Tagesspiegel).
- Sie warf eine Handvoll Erde auf den Sarg und weinte, wie Augenzeugen berichteten (Tagesspiegel).
„Elizabeth Taylor stand am Grab und weinte hemmungslos. Sie war untröstlich“, berichtete die Süddeutsche Zeitung Jahre später.
Der Haken: Taylor und Burton hatten zu Lebzeiten vereinbart, im walisischen Pontrhydyfen nebeneinander begraben zu werden (BRF). Doch Burton wurde in der Schweiz beigesetzt – ein Versprechen, das nie eingelöst wurde.
Welche Filme machte Richard Burton?
Frühe Karriere
- 1944 gab Burton sein Filmdebüt in The Last Days of Dolwyn.
- Bekannt wurde er durch Shakespeare-Rollen am Londoner Old Vic Theatre.
Berühmte Filme mit Elizabeth Taylor
- Cleopatra (1963) – der teuerste Film seiner Zeit (WDR).
- Wer hat Angst vor Virginia Woolf? (1966) – brachte beiden Oscar-Nominierungen ein.
- Der Widerspenstigen Zähmung (1967) – letzter gemeinsamer Film mit Taylor.
Späte Werke
- Der Exorzist II – Der Ketzer (1977) – missglücktes Sequel.
- 1984 (1984) – sein letzter Film, posthum veröffentlicht.
„Burton war einer der talentiertesten Schauspieler seiner Generation, aber er wählte oft Rollen aus Geldnot oder aus Bequemlichkeit“, urteilte der WDR rückblickend.
Sieben Oscar-Nominierungen, null Siege – Burton ist der am häufigsten nominierte Schauspieler ohne Oscar. Das spricht weniger für fehlendes Talent als für die eigene Sabotage seiner Karriere.
Was dies bedeutet: Burtons filmisches Erbe ist größer als die seichten Kassenschlager, die er oft drehte. Seine Bühnenarbeit und seine Stimme – von vielen als die schönste der englischsprachigen Welt bezeichnet – sind der eigentliche Schatz.
Zeitleiste: Richard Burtons Leben in Daten
Die wichtigsten Stationen seines Lebens im Überblick:
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 10. November 1925 | Geburt in Pontrhydyfen, Wales (Wikipedia) |
| 1944 | Erster Filmauftritt in The Last Days of Dolwyn |
| 1963 | Dreh zu Cleopatra – Beginn der Beziehung mit Elizabeth Taylor (WDR) |
| 15. März 1964 | Erste Hochzeit mit Elizabeth Taylor (WDR) |
| 26. Juni 1974 | Erste Scheidung von Elizabeth Taylor (WDR) |
| 10. Oktober 1975 | Zweite Hochzeit mit Elizabeth Taylor (WDR) |
| 29. Juli 1976 | Zweite und endgültige Scheidung von Elizabeth Taylor (WDR) |
| 5. August 1984 | Tod in Céligny, Schweiz (WDR) |
Die Chronologie zeigt: Burtons Leben war geprägt von rasantem Aufstieg, intensiver Liebe und wiederholten Brüchen.
Bestätigte Fakten und offene Fragen
Bestätigte Fakten
- Richard Burton starb an einer Hirnblutung (WDR)
- Elizabeth Taylor nahm an seiner Beerdigung teil (Tagesspiegel)
- Burton war zweimal mit Elizabeth Taylor verheiratet (WDR)
- Er hatte drei Kinder (Wikipedia)
Was unklar ist
- Ob die genaue Menge seines Alkoholkonsums direkt zum Tod führte
- Ob Burton jemals eine Entziehungskur machte
- Exakte Höhe seines Vermögens zum Zeitpunkt des Todes
- Ob er vor seinem Tod Schmerzmittel missbrauchte
Trotz vieler bestätigter Details bleiben medizinische und finanzielle Aspekte spekulativ.
Stimmen zu Richard Burton
„Der WDR dokumentiert: Richard Burton starb am 5. August 1984 in Céligny an den Folgen einer Hirnblutung.“ – WDR Stichtag
„Die BBC berichtet, Burton habe 1974 beinahe an übermäßigem Konsum von hochprozentigem Alkohol gestorben.“ – BBC Wales Blog
„Der Tagesspiegel bestätigt: Elizabeth Taylor nahm an der Beerdigung teil und war am Grab sichtlich getroffen.“ – Tagesspiegel
„Der BRF berichtet, dass die Familie Burton Taylors Hinterbliebenen einen Platz im Familiengrab in Wales anbot – ein Angebot, das nie angenommen wurde.“ – BRF Nachrichten
Diese Stimmen unterstreichen, wie facettenreich das Bild Burtons und seiner Beziehungen ist.
Das Erbe von Richard Burton ist zweigeteilt: einerseits der brillante Schauspieler mit der goldenen Stimme, andererseits der Mann, der an seinem eigenen Talent und seiner Sucht zerschellte. Für die Filmwelt bleibt er eine der großen tragischen Figuren des 20. Jahrhunderts – und für Elizabeth Taylor die Liebe, die sie nie wirklich losließ. Wer heute durch die Alleen von Forest Lawn in Glendale geht, sucht vergeblich einen Grabstein mit zwei Namen. Stattdessen liegt Burton in der Schweiz, Taylor in Kalifornien. Der Wunsch, für immer nebeneinander zu ruhen, ist unerfüllt geblieben.
brf.be, facebook.com, spiegel.de, maricopa1.wordpress.com, youtube.com, reddit.com, facebook.com
Ein detaillierter Blick auf Richard Burtons Beerdigung und Kinder findet sich in einem weiteren Artikel, der auch seine komplexe Beziehung zu Elizabeth Taylor beleuchtet: Richard Burtons Beerdigung und Kinder.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie viele Oscars gewann Richard Burton?
Burton wurde sieben Mal für den Oscar nominiert, gewann jedoch nie einen.
War Richard Burton mit Elizabeth Taylor verheiratet, als er starb?
Nein, das Paar war seit 1976 endgültig geschieden.
Welche Religion hatte Richard Burton?
Burton war römisch-katholisch getauft, trat später aber aus der Kirche aus.
Wurde Richard Burton in Wales begraben?
Nein, er wurde in Céligny, Schweiz, beigesetzt.
Hat Richard Burton jemals einen Tony Award gewonnen?
Ja, er gewann 1961 einen Tony Award für seine Rolle in Camelot.
Sprach Richard Burton Walisisch?
Ja, Burton wuchs mit Walisisch als Muttersprache auf und sprach es fließend.
Welches war der letzte Film von Richard Burton?
Sein letzter Film war 1984 (1984), der kurz nach seinem Tod veröffentlicht wurde.
Diese FAQs fassen die häufigsten Fragen zu Burtons Leben und Karriere zusammen.



